Therapeutisches Figurenspiel

Therapeutisches Figurenspiel (TF):

 

„Die Puppen vermitteln uns die Erfahrung, dass die Dinge sprechen können. (…) Die Unverbrüchlichkeit der Puppe, ihre Zaubermacht, bietet den sicheren Grund, das Land der Phantasie und der Phantasmen zu betreten, ohne sich fürchten zu müssen. Mit der Puppe (…) können wir hinabtauchen (…) in die Tiefen der Lebenswelt, in ihre Geschichte, deren Unendlichkeit, und das ist ihre Wirklichkeit, die nur mit der Kraft der Phantasie und der Träume erfasst werden kann.“

Hilarion Petzold

 

TF ist eine Form von kreativer Spieltherapie und dient dazu, bedeutsame Entwicklungsthemen von Kindern und Jugendlichen durchzuspielen und deren eigene Geschichten im Spiel sichtbar und somit auch begreifbar zu machen. Dadurch können innerpsychische Blockaden, Ängste und Traumata in einem narrativen, symbolischen und strukturierten Kontext verarbeitet und Problemlösestrategien im sicheren Raum im Sinne eines Probehandelns unter behutsamer Begleitung des Therapeuten entwickelt werden. Mit den Bezugspersonen des Kindes wird dieser therapeutische Prozess entschlüsselt, sodass Anregungen für die Gestaltung des Miteinanders entstehen können.

 

Zusammengefasst ist das Therapeutische Figurenspiel:

-       Eine kreative Auseinandersetzung mit sich selbst

-       Symbolisches Spiel (Probehandeln) als Ausdruck innerpsychischer Themen und von Emotionen

-       Schöpfen eigener, innerer Figuren

-       Deutung des Gespielten anhand der Theorie der Archetypen nach C. G. Jung

-       Suchen und Finden von Problemlösestrategien für den Umgang mit Alltagssituationen